8: Topologie des Geistes
7. Die Ordnung der Dinge - durch Zeichen - die Grundelemente von Sprache und Kommunikation
6. Vernunft, eine Kompilation von Brainworker und Santayana
5. Wahrheit zwischen Theorie und Praxis: Vom unmöglichen Reden bei Wittgenstein zum Zeigen der Chiffren bei Jaspers
4. Systeme der Wissenschaft
3. Wittgenstein: 8 Analysen
2. Tractatus practico-philosophicus: Ludwig Wittgensteins Tractatus logico-philosophicus erweitert und ergänzt, um die Dinge, die nicht gesagt werden können - sondern gefühlt werden müssen.
1. Peter Sloterdijks Sphärologie

Hier wird in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren eine Ergänzungsseite zu www.brainworker.ch erarbeitet. Während dem es sich dort vor allem um Beiträge zur praktischen Philosophie handelt (Ethik: Was sollen wir tun? Topik: Der geteilte Sinn), wird hier die Methodik dazu erstellt, also die theoretische Philosophie:

Topologie der Denkräume

- damit der Wirkungsräume

- damit der Wirklichkeit

... und ihrer Zwischenräume

(s. Troglologie)

Es handelt sich um eine Weiterentwicklung der Web-Philosophie - und einen Ausweg aus der Beliebigkeit der Postmoderne, über eine Befreiung aus der Enge des positivistischen Denkens und der im linguisitic turn auf Sprache und Logik reduzierten Philosophie. Eine Oeffnung vom alttestamentarischen "Eure Rede sei: ja ja - nein nein" zum Umgang mit Wort-Auren, Kontext, und der Positionierung in Spannungsfeldern:

Das Wissen um den (Stand-)Ort in Räumen und (Kraft-)Feldern

damit die Grundlage jeglicher Orientierung - und Beeinflussung durch Kräfte von Aussen,

Nach-Denken (Theorie) über das Denken (Praxis, tja, das kanns geben ..), quasi eine Strukturanalyse und Geographie der Denkräume (Topologie)

Die Möglichkeiten "strukturierten Denkens" als Denken, bei dem Strukturen nicht zum vornherein vorgegeben sind wie in den disziplinären, durch die Methode bestimmten Wissenschaften, sondern in dem vorhandene Strukturen erst entdeckt werden sollen, wie das etwa in der qualitativen Soziologie der Fall ist.

Es geht hier also um die uralte, nur durch freies, nicht durch wissenschaftlich diszipliniertes Denken zu beantwortende - und damit philosophische Frage:

Woher komme ich?
Wo stehe ich?
Wo will ich hin?

Diskurs über Sinn- oder Unsinn der hier und unter Brainworker präsentierten Thesen war und ist virtuell immer möglich unter www.diskussionsforen.ch, eine reelle Arbeitsgruppe, die sich denkend mit Gegenwarts- und Zukunftsproblemen befasst - in Abhängfigkeit von ihrer Geschichtlichkeit und Herkunft, wäre unter www.club-of-basel.ch angedacht, ist aber noch hängig. [Entsprechende Website eröffnet am 26.4.09]

in Bearbeitung:

Was stimmt, was ist sichere, verlässliches, belegtes, wahres Wissen:

  1. Grundlagen der Ordnung generell, also Seinslehre (Ontologie), Kathegorienlehre, Wertlehre (Axiologie)
  2. Grundlagen der Logik: Wittgenstein (2, Tractatus (2, 3), 4Philosophie der Mathematik )& Cantor: Das Problem der Unendlichkeit (Zenons Paradoxon), Ganzheit, Metamathematik, Metaphilosophie ...
    1. Grundlagen der Mengenlehre (s.u. > Mengenlehre & Co.)
    2. Mereologie: Der Teil und das Ganze
    3. Prädikatenlogik
    4. Funktionen (mathematische) <> Hermeneutik
  3. Grundlagen der Topologie
    1. Topologischer Raum
  4. Grundlagen der Feldtheorie
    1. Ontologie der Felder
  5. Topologie der Wissenschaft
    1. Wissensorganisation
  6. Topologie des Wissens
    1. Zwickys morphologische Analyse: heuristische Creation eines ev. mehrschichtigen Sets von Lösungen - Wahl der besten Lösung quer durch die Sets.
    2. Baum des Wissens (2, 3, 4 ...): veraltet, stipuliert eine Hierarchie des Wissens, die nicht gegeben ist.
    3. Wissensmodelle Margerite nach Ermine: Typischer Fall der massiven Ausrichtung des Wissens an der Verwertung, also typischer Fall knowledge management. Weitergabe und Verwertung beeinflussen so bereits die Auslese, noch mehr aber den Lernvorgang (das Interesse daran). Hier entsteht verkrümmtes Wissen:

  1. Dans l'approche sartrienne, l'origine de la connaissance se trouve dans la relation entre connaissance et action, comme le dit Jean-Paul Sartre « être c'est agir ; si nous voulons connaître le monde, nous devons agir, poursuivre une finalité »
    Feldtheorie des Wollens - und Sollens
    1. Simmel: Der Raum und die räumliche Ordnung der Gesellschaft
    2. Lebenswelten

Wie steht es um die Freiheit der Gestaltung der Zukunft, eines Zukunftsentwurfes? Wie verbinden sich final orientierte Freiheit der Intention, des Willens, des Wollens mit den kausal gegebenen Bedingungen in der Handlung?

  1. Kollektive Intellligenz (und/oder Dummheit) Diagnosis - Design - Action - Evaluation - Correction
    1. Kruse
    2. Systemisches Denken und Modellbilden /
    3. Auffinden von Alternativen: Heuristik, Morphologie - eine Topologie der Heuristik, Troglologie
    4. Bewertung ... kommt von Werten
    5. Durchsetzung/Ausführung: Topik
    6. Evaluation - Correction: Widerspruch (die Fliege stösst gegen das Glas) als Therapieanstoss

Also ein ziemlich umfangreiches Programm, zu dem ich noch keinen Zeitrahmen angeben kann.

Im übrigen hab ich das Potential der Topologie, also der Verortung von Wissen kurz mal selbst überschätzt, denn alle Vernunft und alles Wissen grenzt an einen endlosen Raum von Transzendenz, der per Zeichensprache immer wieder Anlass gibt, die gesamten Strukturen von Wissen und Vernunft über den Haufen zu werfen, also die Denk-Räume völlig unvorhersehbar neu zu gestalten. s. Wahrheit zwischen Theorie und Praxis

Die Räume, in denen der Mensch sich relativ frei bewegt, deren Topologie also nicht kausal, rational, logisch begründbar ist, sind zudem weitaus wichtiger und interessaner für die meisten Menschen, denn nur hier können sie sich verwirklichen. Dies wurde eigentlich auch Wittgenstein bereits klar, als er seinen Traktatus vollendet hatte. Präzise darum seine Aussage: 6.54 Meine Sätze erläutern sich dadurch, daß sie der, welcher mich versteht, am Ende als unsinnig erkennt, wenn er durch sie — auf ihnen — über sie hinausgestiegen ist. (Er muß sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.) Er muß diese Sätze überwinden, dann sieht er die Welt richtig.

Meine weitere Forschung hat gezeigt, dass eben diese Räume, die den Logizismus der Calculi übersteigt, einstmals mit einem Begriff bezeichnet wurden, dessen Inhalt sich inzwischen total verengt hat: AESTHETIK. Ich werde hier also auch das, was die klassische philosophische Topologie übersteigt und einstmals unter Aesthetik lief abhandeln, da eine Website mit dem Titel Aesthetik vermutlich noch weniger den Erwartungen der Besucher entsprechen würde, als die Topologie hier.

Auch dieses reicht nicht. Topologie ist die Lehre von Raum und Ort. Nun hat es aber der Raum an sich, dass er eigentlich nur ein Behältnis ist, ohne Eigenschaften, so ähnlich wie die Mengen der Mengenlehre. Das macht ihn für abstraktes Denken geeignet. Vergleichen wir diesen abstrakten Raumbegriff aber mit dem reellen, so fehlt ihm das, was uns im reellen enorm hilft, ihn zu ordnen und uns zu orientieren, nämlich dass es ein oben und unten gibt. Diese fundamentale Unterschiedung ergibt sich aber nicht auf Grund von Raumstrukturen oder Eigenschaften, sondern auf Grund der Gravitation. Weil wir uns gerne auf die Füsse stellen ist dort unten, und oben dort wo der Kopf ist. Ohne Gravitation hätten wir diesen Gradienten nicht. Zum Glück gehört die Feldtheorie auch in den Bereich der Topologie, sonst wären wir hier bereits wieder überbanal, denn auch abstrakt gesehen spielt die Gravitation eine Rolle: Unten, bei den Füssen, also nahe dem Dreck, sind die Abfälle, die Brosamen, die Brocken eines zerfallenen Systems die neu begrünt, neu konstruiert werden müssen. Also das Einfache, das Banale, das Elementare, Schwere, Wilde, Zerfallene, Verwitterte. Oben jedoch das Filigrane, die Gedanken, der Geist, der sich der Bodenhaftung (= Gravitation) nur all zu gerne entzieht. Wir können das auch etwas wissenschaftlicher formulieren: Von oben nach unten nimmt die Gravitation zu, ebenso die Entropie, also der Energiebrei. Von oben nach unten wird, gemäss Relativitätstheorie, auch die Zeit langsamer, um bei unendlicher Gravitation (in einem schwarzen Loch) ganz stehen zu bleiben. Wir sehen also, dass die Gravitiation einen enorme Bedeutung hat für das, war für uns Raum ist, sogar auf das vierdimensionale Raum-Zeit-Kontinuum.

Fazit: Raum-Ordnung beruht primär auf Gravitation, also einem Kraftfeld. Kraftfelder dürften generell, auch im übertragenen Sinne, die wichtigsten strukturierenden Faktoren jeglicher Ordnung sein, was sich quasi von selbst versteht, wenn wir den Ausdruck <Kraftfeld> durch den Begriff <Macht> ersetzen.

Der Raum an und für sich ist nichts, nur ein Prinzip, eine Abstraktion, eine Kathegorie -
die Elemente, Strukturen, Formen und Spannungsfelder die ihn Füllen, (bereits im elementaren Sinne al Wechselspiel zwischen Energie und Masse), machen ihn erst interessant - und beleben ihn.

[Hinweis (für Webdesigner u.a.): Die letzten 4 Reiter (spry: tabbed pannels) hier lassen sich nicht mehr öffnen. Der Inhalt, Resultat von ca. 3 Wochen Arbeit, ist spurlos verschwunden. Ursache dürfte sein, dass in den dort dargestellten mathematischen Formeln irgend ein Zeichen war, dass das Javascript, das hinter den Panels steckt, irgendwie überrante und dazu führte, dass die dahinter liegenden Texte nicht mehr gespeichert wurden. Da ich zwar relativ regelmässig, aber doch im Abstand von 1 Monat speichere, gingen mit dem Scheiss also ca. 3 Wochen Arbeit flöten. Ich bin aber dran, das nochmals zu schreiben.

Ein zweiter Versuch hat bestätigt, dass die Spry-Technik hier ganz einfach versagt. Ich muss Ihnen das Zeugs also ganz einfach mit der uralten html-Technologie zeigen:]